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Verlag für kommunale und gewerbliche Publikationen
Thema Windkraft in Rieseby Für   die   Inhalte   von   Leserbriefen   sind   die   Autoren/Autorinnen   verantwortlich.   Sie   werden   unbesehen   der   Person   oder   Sache   abgedruckt, außer die Inhalte verstoßen gegen gesetzliche Vorschriften. 07. September 2018 Ich   habe   schon   viele   Gemeinderatssitzungen   miterlebt,   aber   die   letzte   am   28.08.2018   war   die   Krone.   Es   wurde   eine   Veränderungssperre   beschlossen,   die zugleich   wieder   durch   einen   Antrag   der   CDU   (der   mehrheitlich   von   CDU,   SPD   und   der   Grünen   Religion   beschlossen   wurde)   aufgehoben   werden   soll,   wenn sich   der   Investor   mit   einer   Bauhöhe   von   180   m   arrangieren   kann.   Dann   kann   sofort   eine   Ausnahmegenehmigung   erteilt   werden.   Es   wurde   uns   suggeriert, dass   diese   Höhe   von   180   m   sich   dicht   am   Bürgerentscheid   orientiert.   100   m   waren   damals   der   Ausgangspunkt,   150   m   wären   ein   Kompromiss   aber   180 m?   Wie   dicht   liegt   diese   Höhe   am   Bürgerentscheid,   meines   Erachtens   Lichtjahre   davon   entfernt.   Des   Weiteren   habe   ich   den   Eindruck,   dass   so   ziemlich alle   Gutachten   im   Sinne   der   Windkraftlobby   erstellt   werden,   von   Objektivität   kann   keine   Rede   mehr   sein.   Auch   verstehe   ich   die   GV-Vertreter   von   CDU, SPD   und   Grünen   nicht.   Sind   auch   sie   Marionetten   der   Windkraftlobby?   Ansonsten   kann   ich   diese   Entscheidung   nicht   verstehen.   Wir   können   noch   so   viele Windkrafträder   bauen,   aber   an   der   Physik   kommen   wir   nicht   vorbei.   Im   Augenblick   ist   es   Idiotie   zu   denken,   wir   können   die   konventionellen   Kraftwerke abschalten, es gibt keine Speicher, Stromtrassen usw. Vielleicht hatten viele der GV-Vertreter, als Physik unterrichtet wurde, hitzefrei. Edda Büchmann, Boholm 5, 24354 Rieseby 06. September 2018 Schockstarre   in   Rieseby.   Man   glaubt   zu   träumen.   Im   ganzen   Dorf   wird   darüber   gesprochen   –   im   Einkaufsladen,   an   der   Tankstelle,   im   Sportverein.   Warum nur? Warum wird der Wille von uns Bürgern so mit Füßen getreten? The answer, my friend, is blowin` in the wind! Björn Fischer, 24354 Rieseby 05. September 2018 Es   paßt   gut   zu   den   hitzigen   Debatten   in   der   Riesebyer   GV   über   den   Windpark   Saxtorf,   daß   Stephan   Richter   im   Wochenendmagazin   der   Eckernförder Zeitung   klare   Worte   über   den   Stand   der   Energiewende   ausspricht:   keinerlei   Verringerung   des   CO2-Ausstoßes,   nicht   genügend   Netze   (deshalb   keine Versorgungssicherheit),   riesige   und   weiter   steigende   Kosten   für   die   Bürger.   Er   hätte   noch   hinzufügen   können,   daß   natürlich   Speicher   fehlen   und   z.B.   bei uns   im   Land   Naturschutzregeln   von   Amts   wegen   herabgestuft   werden,   um   die   Vermühlung   voranzutreiben.   Außerdem   wäre   anzumerken,   daß   laut Aussage   unabhängiger   Fachleute   das   von   der   Landesregierung   angestrebte   Ausbauziel   von   10   Gigawatt   ungefähr   2   GW   über   dem   liegt,   was   überhaupt gebraucht   wird.   Vor   diesem   Hintergrund   aus   Fakten   ist   es   erstaunlich,   daß   der   CDU-Fraktionsvorsitzende   in   Rieseby   verbissen   und   unter   Heranziehung merkwürdiger   Begründungen   genau   die   Anlagenhöhe   (180   m)   für   die   einzig   mögliche   hält,   die   auch   der   Betreiber   realisieren   will.   Zwar   wären   laut Gutachten   auch   150-m-WKA   wirtschaftlich,   aber   CDU,   SPD   und   Grünen   liegt   offenbar   die   Gewinnmaximierung   des   Betreibers   mehr   am   Herzen   als Rücksichtnahme   auf   Mensch   und   Natur.   Dabei   sollten   alle   Gemeindevertreter   (nicht   nur   die   WGR,   die   ernsthaft   Kompromisse   sucht)   wissen,   daß   die Riesenmühlen     in     einem     für     Fauna     und     Flora     äußerst     sensiblen     Gebiet     stehen     werden     (Biotop-Verbundsystem,     angrenzende     Moore, Großvogelpopulationen,   Fledermäuse,   größtes   unzerschnittenes   Gebiet   in   S-H).   Ganz   zu   schweigen   von   den   Menschen,   die   in   Entfernungen   von   ca.   800 m   oder   weniger   leben   müssen   sowie   den   Dörfern   Holzdorf   und   Loose,   die   massiv   unter   der   Belastung   von   Lärm   und   Lichtwechsel   leiden   werden.   Vielleicht sollten Gemeindevertreter gelegentlich auch an die Lebensqualität der Menschen denken, die sie gewählt haben. Sylvia Green-Meschke 04. September 2018 Ungefähr   3000   Windanlagen   gibt   es   derzeit   in   Schleswig-Holstein,   die   Landesregierung   will   unbedingt,   dass   schnellstmöglich   noch   500   dazu   gebaut werden,   obwohl   schon   jetzt   eine   große   Zahl   über   lange   Zeit   stillsteht.   Denn   der   Strom   kann   -   das   weiss   jeder   -   mangels   eines   ausreichenden   Netzes   noch auf   etliche   Jahre   nicht   verwendet   werden.   Macht   ja   nichts,   die   Bürger   zahlen   den   Betreibern   schließlich   den   Ausfall   (350   Mio   Euro   pro   Jahr   allein   in Schleswig-Holstein).   Die   Mehrheit   in   der   GV   will   die   Riesebyer   verpflichten,   sich   an   diesem   eigenartigen   Spiel   nun   noch   stärker   zu   beteiligen.   In   einem ausgedehnten   Biotop-Verbundsystem,   unmittelbar   neben   den   größten   Mooren   in   Schwansen   will   sie   180-m-WKA   bauen   lassen,   obwohl   150   m   Höhe   laut Gutachten   auch   wirtschaftlich   wären.   Eine   sachliche   Begründung   wird   dafür   nicht   geliefert,   also   darf   spekuliert   werden,   welche   persönlichen   Interessen im   Spiel   sein   könnten.   Die   Grünen   lamentieren   natürlich   übers   Klima,   verschweigen   aber,   dass   der   weltweite   CO2-Ausstoß   nur   um   kaum   mehr   messbare Größen   hinter   dem   Komma   verringert   werden   würde   an   dem   ohnehin   nur   ca.   2,4   Prozent   großen   Anteil   Deutschlands   am   Weltausstoß.   Normalerweise gehen   Grüne   noch   für   den   letzten   Wachtelkönig   oder   Feldhamster   auf   die   Barrikaden.   Dass   im   Herzen   von   Schwansen,   einem   bisher   unzerschnittenen, besonders   sensiblen   Gebiet   mit   Seeadlern,   Kranichen   und   Fledermäusen,   nun   Bodenversiegelung   großen   Stils   inklusive   Schreddergefahr   für   Vögel betrieben   werden   soll,   scheint   ihnen   dagegen   völlig   egal   zu   sein.   Ebenso   die   Tatsache,   dass   etliche   Anrainer   600-800   m   entfernt   von   den   Riesenanlagen leben   müssen   und   dass   auch   die   Dörfer   Holzdorf   und   Loose   massiv   von   Lärm   und   Lichtwechsel   betroffen   sind.   Die   Bürger   Riesebys   haben   in   ihrem Bürgerentscheid   klar   eine   andere   Entscheidung   getroffen.   Die   seltsame   Allianz   aus   SPD,   CDU   und   Grünen   ignoriert   das   vollständig   und   arbeitet   kräftig   an der Vermühlung Schwansens mit. Gut, dass es wenigstens die WGR gibt, die weiter auf Seiten der Bürger kämpft. Ina Rambke, Holzdorf 04. September 2018 Als   Zuhörer   bei   der   Gemeindeversammlung   Rieseby   ist   es   schon   erstaunlich   zu   erleben,   wie   eine   Diskussion   in   einem   solchen   Gremium   ohne   Kenntnis   der Fakten   abläuft.   Man   sollte   eigentlich   erwarten   dürfen,   dass   die   Zahlen   aus   den   Monitoringberichten   und   Netzentwicklungsplänen   der   Bundesnetzagentur bekannt   sind.   Diese   Zahlen   weisen   aus,   dass   in   Schleswig-Holstein   z.   Zt.   25%   der   Anlagen   übers   Jahr   abgeregelt   werden   müssen,   da   der   erzeugte   Strom nicht   abgeführt   werden   kann.   Dafür   zahlen   allein   schleswig-holsteinische   Stromkunden   350   Mio.   Euro   pro   Jahr   als   verlorenen   Zuschuss   an   die   Investoren. Weiter:   der   BDEW   (Bundesverband   der   Elektrizitäts-   und   Wasserwirtschaft)   weist   in   einer   kürzlich   veröffentlichten   Studie   darauf   hin,   dass   der   forcierte Ausbau   der   fluktuierenden   Erneuerbaren   und   gleichzeitige   Ausstieg   aus   der   konventionellen   Erzeugung   ohne   ausreichende   Speicherung   zur   Gefahr   für   die Stabilität   des   europäischen   Verbundnetzes   führt.   Unsere   europäischen   Nachbarn   werden   Deutschland   bei   Dunkelflaute   nicht   helfen   können,   da   sie   ihren Strom   dann   selbst   benötigen.   Die   Bundesregierung   beginnt   gerade,   diesen   gefährlichen   Irrtum   für   den   Industriestandort   Deutschland   zu   begreifen.   Die Bundesnetzagentur   hat   richtigerweise   erkannt,   dass   es   keinen   Sinn   macht,   WKA   in   einem   Gebiet   zu   errichten,   dessen   Netzstruktur   dafür   noch   nicht geeignet   ist   und   daher   dort   auch   keine   Zuschläge   zu   erteilen.   Der   Vorsitzenden   der   Grünen   in   Rieseby   sei   daher   dringend   geraten,   sich   mit   dem   reichlich vorhandenen   Zahlenmaterial   vertraut   zu   machen.   Man   kann   die   Welt   auch   retten,   wenn   man   sich   zuvor   ein   wenig   mit   den   vier   Grundrechenarten auseinandersetzt.    Fazit:    wir    benötigen    derzeit    keine    einzige    weitere    Windkraftkraftanlage    in    Schleswig-Holstein,    da    deren    Erzeugung    mangels Netzkapazität sowieso abgeregelt wird und daher auch nichts zur Weltrettung beitragen kann.   Freundlicher Gruß, Rupert Rompel, Zum Wiesengrund 8, 24398 Brodersby 31. August 2018 Nachbargemeinden   dürfen   leiden...   Schleidörfertag,   Glasfaserzweckverband   -   gelebte   Solidaridät   unter   den   Gemeinden   der   Region!   Wo   aber   bleibt   diese Solidarität   bei   dem   Thema   Windkraft?   Auf   der   Sitzung   der   Riesebyer   Gemeindevertretung   begrüßte   Bürgermeister   Kolls   sicher   notgedrungen   und   etwas gequält   die   sehr   zahlreich   erschienenen   Bürger   aus   den   Nachbargemeinden.   Schlüsse   aus   deren   Erscheinen   konnte   oder   besser   wollte   er   mit   seiner Fraktion   ebenso   wie   die   Vertreter   der   CDU   und   Grünen   scheinbar   nicht   ziehen.   Holzdorfer   und   Looser   Einwohner,   durch   die   geplanten   Windgiganten weitaus   mehr   betroffen   als   die   Riesebyer   selbst,   fanden   fortan   bei   diesen   drei   Fraktionen   keinerlei   Erwähnung.   Allein   Mitglieder   der   WGR   versetzten   sich in   die   Lage   der   eigentlich   Betroffenen   und   wiesen   auf   die   Gefahren   für   Menschen   speziell   in   den   erwähnten   Nachbargemeinden   sowie   die   noch   intakte Natur   an   den   geplanten   Standorten   der   Anlagen   hin.   Die   Vertreterin   der   Grünen   erweckte   in   ihrem   Statement   sogar   den   Eindruck,   durch   die   derzeit   für die   Stromversorgung   absolut   unnötigen   "Riesenspargel"   von   Rieseby   aus   das   Weltklima   retten   zu   können.   Zusätzlich   wurde   windkraftkritischen   Bürgern unterschwellig   das      alte   "Totschlagargument"   unterstellt,   wer   nicht   für   diese   Anlagen   wäre,   sei   für   Atomkraft!   Besser   hätte   sich   diese   Dame   "Grünen- gemäß"   auf   den   wunderbaren   Naturraum   beziehen   sollen,   der   durch   die   geplanten   Anlagen   zerschnitten   und   letztendlich   viel   an   Wert   verlieren   wird.   Noch brüten   hier   Kranich,   Baumfalke   und   viele   andere   Greifvögel!   Die   Wiederansiedlung   des   ehemals   lange   Jahre   sehr   erfolgreich   brütenden   und   dann nachweislich   vergifteten   Seeadlers   ist   ja   durch   nächtliche   Quadfahrten   im   Kollholz   während   der   Anpaarungszeit   verhindert   worden!   Vielleicht   wäre   der Schutz   dieser   Tiere   ja   ein   Betätigungsfeld   für   "umweltbeseelte"   Politiker?   Als   Bürger   der   Nachbargemeinde   Loose   danke   ich   der   WGR,   dass   sie   sich   für den Schutz einer einmaligen Landschaft sowie uns Bürger der Nachbargemeinden einsetzt! Wolfgang Herda, Loose 31. August 2018 Leserbrief zum Thema Windkraftanlagen auf der Halbinsel Schwansen Bei   der   Sitzung   der   Gemeindevertretung   in   Rieseby   ging   es   hoch   her.   Wen   wunder's?   Schließlich   ging   es   um   die   Zukunft   der   Naturschönheit      "Halbinsel Schwansen"   und   um   die   dort   lebenden   Bürger,   die   durch   die   Aufstellung   weiterer   Windkraftanlagen   dieses   Erbe   und   ihre   Gesundheit   zu   Recht   bedroht sehen.   Der   Kommentar   der   Vertreterin   der   Grünen   in   Rieseby,   Frau   Christine   Scheller,   in   diesem   Zusammenhang   lässt   mich   allerdings   fremdschämen.   Sie ist   immer   noch   der   Meinung,   mehr   Windkraftanlagen   würden   das   Abschalten   von   Atomkraftwerken   durch   den   windproduzierten   Zufallsstrom   möglich machen.   Wer   das   glaubt,   glaubt   vermutlich   auch,   dass   Zahnlosigkeit   durch   transzendentale   Meditation   geheilt   werden   kann.   Ich   sage   es   frei   heraus: Weder   Windräder   noch   Photovoltaik   werden   eine   Energiewende   möglich   machen.   Leider!   Um   unseren   Planeten   zu   retten   wird      das   Lösungswort   lauten: VERZICHT,   und   das   auf   vielen   Ebenen,   so   unpopulär   diese   Erkenntnis   auch   sein   mag.   So   weiterzumachen   wie   bisher   und   den   Traum   von   einer   CO2- neutralen Energiewende zu träumen ist, Verzeihung, naiv! Dr. Reinhard Jentzsch, Eckernförde / Kosel 30. August 2018 In   der   Tagespresse   hatte   ich   gelesen,   dass   es   auf   der   Sitzung   am   Mittwoch   in   Rieseby   wieder   einmal   um   Windkraft   geht.   Deshalb   bin   ich   das   erste   Mal   zu so   einer   Sitzung   gegangen.   Viele   meckern   immer   nur   und   deshalb   war   es   mir   wichtig,   Interesse   an   der   Arbeit   im   Gemeinderat   zu   zeigen.   Überrascht   war ich,   dass   so   viele   Bürger   da   waren.   Was   ich   nun   erlebte,   war   allerdings   alles   andere   als   erfreulich.   Kaum   ein   Zuhörer   blieb   während   der   Diskussion   um   die Windkraft   ruhig   auf   seinem   Platz   sitzen,   immer   wieder   verließen   Leute   wütend   den   Raum.   Am   schlimmsten   war   für   mich   als   überzeugter   Naturschützer die   Aussage   der   Grünen   Ratsfrau,   dass   man   nicht   nur   die   Schönheit   des   Naturraums   Schwansen   im   Blick   haben   dürfe,   sondern   mit   der   Errichtung überdimensionaler   Windkraftanlagen   in   Rieseby   einen   Beitrag   zum   Klimaschutz   und   zur   Rettung   der   Welt   leisten   müsse.   In   20   Jahren   „Energiewende“ wurde   nicht   ein   Gramm   CO2   eingespart   und   nun   sollen   Windkraftanlagen   im   Naturpark   die   Welt   vor   dem   Untergang   retten?   Das   ist   mehr   als   lächerlich! Als   Grüne   wird   die   Ratsfrau   sich   später   den   Vorwurf   gefallen   lassen   müssen,   dass   viele   seltene   Vögel   und   Fledermäuse   einen   schrecklichen   Tod   im Riesebyer Windpark finden und ein wunderschöner Naturraum völlig zerstört wurde. Für mich war das die erste und letzte Sitzung! Kevin Krüger, Rieseby 30. August 2018 Zurecht   nutzte   ein   Herr   während   der   Einwohnerfragezeit   der   Gemeinderatssitzung   in   Rieseby   die   Möglichkeit   zu   fragen,   ob   er   und   die   etwa   100 anwesenden   Bürgerinnen   und   Bürger   denn   nun   einmal   erfahren   könnten,   welche   Partei   zum   Bürgerwillen   stehen   würde.   Dabei   verwies   der   Fragesteller auf   das   Ergebnis   des   Bürgerentscheids   zur   Windkraftplanung.   Lediglich   der   CDU-Fraktionsvorsitzende   Ruiz-Hampel   reagierte   prompt   und   erklärte,   dass   er keinen   Bürgerwillen   erkennen   wolle.   In   seinen   Ausführungen   machte   er   deutlich,   dass   schließlich   nicht   alle   Riesebyer   der   Meinung   waren,   dass   riesige Windkraftanlagen   unerwünscht   seien.   Was   für   ein   merkwürdiges   Demokratieverständnis!   Der   CDU-Mann   selbst   ist   von   nur   79   Wählern   (siehe   Ergebnis der   Kommunalwahl)   gewählt   worden,   schlechter   schnitt   kein   anderer   CDU-Kandidat   ab.   Ich   kenne   niemanden   der   in   Zweifel   stellt,   ob   es   nun   der demokratische   Bürgerwille   ist,   dass   Herr   Ruiz-Hempel   im   Gemeinderat   sitzt.   Beantwortet   wurde   die   Frage   des   Einwohners   zuletzt   aber   doch   noch,   als   die Wählergemeinschaft   ihr   Recht   in   Anspruch   nahm   und   bei   der   Abstimmung   über   180m   hohe   Windkraftanlagen   die   namentliche   Abstimmung   forderte.   Das Erschrecken   konnte   man   einigen   Gemeindevertretern   in   den   Augen   ablesen:   Butter   bei   die   Fische   –   Bekenntnis   mit   Namen   zu   Protokoll   bitte,   so   sieht   es das   Kommunalrecht   vor!   Die   Wählergemeinschaft   stimmte   geschlossen   gegen   die   Windriesen   und   somit   für   den   Bürgerwillen.   CDU,   SPD   und   Grüne stimmten   geschlossen   für   180m   hohe   Anlagen   im   Naturpark   Schlei   bei   Saxtorf.   Aber   die   Zuhörer   konnten   doch   noch   etwas   Positives   aus   der   Sitzung mitnehmen,   denn   aufgrund   eines   schwerwiegenden   Verwaltungsfehlers   wurde   einstimmig   auf   Neuwahlen   im   November   entschieden.   Mit   der   Teilnahme   an dieser Wahl werde ich mein Demokratierecht wahrnehmen und meinen eindeutigen BÜRGERWILLEN zum Ausdruck bringen. Michael Stolle, Am Thiergarten, Rieseby 29. August 2018 Es   ist   schon   ein   Stück   aus   dem   Tollhaus.   Da   gab   es   im   Jahre   2015   eine   Bürgerbefragung   und   man   entschied   sich,   die   Höhen   im   geplanten   Windpark Saxtorf   auf   100   Meter   zu   begrenzen.   Anschließend   überschlugen   sich   alle   Parteien   zu   verkünden,   insbesondere   im   Wahlkampf,   dass   sie   natürlich   den Willen   der   Bürgerinnen   und   Bürger   umsetzen   wollen.   War   das   wirklich   so?   Man   hatte   irgendwie   immer   den   Eindruck,   dass   im   Hintergrund   permanent versucht   wurde,   doch   lieber   den   Interessen   der   Vorhabenträgen,   200-Meter-Anlagen   zu   bauen,   nachzukommen.   Also   drohte   man   der   Gemeinde   mit Schadenersatz   wegen   sg.   „Verhinderungsplanung“,   falls   sie   in   einem   Planungsverfahren   auf   100   Meter   begrenzen   würden.   Somit   wurde   wieder   einmal   ein teures   Gutachten   beauftragt.   Ergebnis:   100-Meter-Anlagen   sind   nicht   wirtschaftlich,   aber   180-   bzw.   200-Meter-Anlagen   müssen   auch   nicht   sein,   weil   die Gemeinde   nicht   verpflichtet   ist,   den   Vorhabenträgern   den   höchstmöglichen   Gewinn   zu   garantieren.   Der   Kompromiss:   Höhenbegrenzung   auf   150   Meter. Damit   hätten   sich   vermutlich   auch   einige   Windkraftkritiker   anfreunden   können.   Aber   nein:   Plötzlich   steht   ausgerechnet   die   Riesebyer   CDU   auf,   die   sich über    Jahre    für    eine    Höhenbegrenzung    „nahe    des    Bürgerbegehrens“    von    100    Meter    ausgesprochen    hatte,    und    verlangt,    dass    die    notwendige Veränderungssperre    an    die    Bedingung    geknüpft    wird,    späterhin    ausschließlich    180-Meter-Anlagen    zu    genehmigen    (man    muss    wissen,    dass    sich zwischenzeitlich   die   Saxtorfer   Investoren   bereit   erklärt   hatten,   auf   180   Meter   zu   begrenzen)…   ein   Schelm,   der   Böses   dabei   denkt.   Dass   dem   Antrag natürlich    SPD    und    Grüne    begeistert    zugestimmt    haben    und    es    somit    beschlossen    wurde,    ist    nicht    verwunderlich.    Aber    WGR    und    der    SSW- Gemeindevertreter   stimmten   dagegen.   Nun   hat   dieser   Beschluss   aber   keinerlei   bindende   Wirkung,   ist   ein   reines   Placebo.   Daher   besteht   die   Hoffnung, dass letztlich doch alle Parteien, die mal versprochen haben, den Bürgerwillen umzusetzen, dem Kompromiss von 150-Meter-Anlagen zustimmen. Hartmut Schmidt, Rieseby